Ich bekenne mich schuldig!

Im WochenBlatt vom Donnerstag, 18. Februar 2021 erschien die – leicht gekürzte – Version meines Leserbriefs, der hier in voller Länge veröffentlicht wird.

Ja, ich bekenne mich öffentlich schuldig, dass ich als Mitglied einer verbrecherischen Organisation angehöre. Ich bin ein SVPler; und somit schuldig!

So jedenfalls nach Meinung von Vertretern der menschlichen Rasse, die dieser vermeintlich verbrecherischen Gemeinschaft feindselig gesinnt sind. Wir, die SVP, sollen die politische Kraft im Land sein, die die Schweiz zu Grunde richtete und richtet!

Das ist kein Fastnachtsscherz und auch kein Humorbeitrag in irgendeiner TV-Sendung, sondern ein mir persönlich ausgesprochener Vorwurf. „Nichts gegen deine Person, aber die SVP halt!“, musste ich mir die Tage oftmals anhören, als ich um Wegbegleiter suchte für  meine allseits bekannten Engagements.

Ich war auch mal unschuldig! Ich war arglos, sorglos und vor allem politisch absolut eine Null. Das war vor mehr als 30 Jahren. Doch dann traf ich meine Elisabeth und die Welt war plötzlich nicht mehr so heil, wie vorher. Sie lebte schon drei Jahre in der Schweiz, kannte also die direktdemokratischen Vorzüge unseres Landes und kam aus einem europäischen Land, wo sie auch für politische Rechte einstand. Sie traf mich, wollte mich und musste aber feststellen, dass ich ein absolut atypischer Schweizer war. Cosmopolit sozusagen, dem einfach nicht bewusst war, was Schweizer für einzigartige Rechte, aber auch Pflichten haben.

Just zu jener Zeit musste das Stimmvolk über den EWR-Beitritt abstimmen und meine Herzallerliebste wollte wissen, wer gegen dieses Vorhaben ankämpft. Das war mir natürlich fremd und Nachbarn konnten mit Wissen nachhelfen. Christoph Blocher trat erstmals,  vorerst nur als Name, in unser Leben und auch mein Schritt in die politische Verantwortung  war somit getan.

Heute ist es eine Tatsache, dass die Schweiz nur deshalb noch einigermassen gut dasteht, weil wir einem „Verbrecher“ gefolgt sind und deshalb nicht Mitglied des Brüsseler Molochs sind!

Ich persönlich bin froh darüber. Im gesetzten Alter trete ich massiv für unsere unabhängige, neutrale und weltoffene Schweiz ein mit all den damit verbundenen Pflichten und Engagements. Ich trat an als Kandidat für das Amt eines Kantonsrats und bin mir der hohen Schuld bewusst, die ich gegenüber den Menschen tragen werde, die mich wählen! Die Schuld nämlich, dass das Dienen und Handeln im Sinne des Wahlvolkes geleistet wird…äänä am Bäärg.

Rolf Meyer, SVP Kleinlützel, Kantonsratskandidat

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